Eine Calimoto-Überraschungstour

Eine rund 160 Kilometer lange Calimoto-Überraschungstour durch Schleswig-Holstein – mit kleinen Landstraßen, Fähren am Nord-Ostsee-Kanal und viel norddeutschem Motorradgefühl.

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Eine Calimoto-Überraschungstour

Eine Calimoto-Überraschungstour durch Schleswig-Holstein

Manchmal entstehen die schönsten Motorradtouren nicht nach stundenlanger Planung, sondern ganz spontan. Genau so war es auch bei dieser Ausfahrt: Rund 160 Kilometer, eine von Calimoto erstellte Rundtour und keine genaue Vorstellung davon, welche Straßen mich unterwegs erwarten würden.Das Ziel war diesmal also nicht ein bestimmter Ort. Der Weg selbst sollte das Ziel sein.

Start ins Ungewisse

Von Kiel aus führte mich die Route zunächst grob in Richtung Eckernförde. Viele Straßen in dieser Gegend kenne ich natürlich bereits, schließlich liegt der Nord-Ostsee-Kanal praktisch vor der Haustür und gehört bei meinen Touren regelmäßig dazu.

Trotzdem schafft es Calimoto immer wieder, bekannte Regionen auf eine etwas andere Art miteinander zu verbinden. Genau das macht solche automatisch geplanten Rundtouren interessant: Man fährt zwar durch eine vertraute Gegend, landet aber zwischendurch auf Straßen, die man selbst vielleicht nicht ausgewählt hätte.

Dabei muss nicht jeder Streckenabschnitt voller enger Kurven sein. Gerade in Schleswig-Holstein gehört auch das entspannte Fahren über kleinere Landstraßen, vorbei an Feldern, Dörfern und Wasser, ganz selbstverständlich zu einer gelungenen Tour.

Fähren gehören im Norden einfach dazu

Ein besonderes Stück norddeutscher Motorradkultur sind die kleinen Fähren über den Nord-Ostsee-Kanal. Sie unterbrechen die Fahrt für ein paar Minuten und machen selbst eine vergleichsweise kurze Tour abwechslungsreich.

Motor aus, Helmvisier hoch und kurz den Blick über das Wasser schweifen lassen – solche kleinen Pausen gehören für mich genauso zum Motorradfahren wie die eigentliche Strecke.

Auf den Fähren trifft man außerdem fast immer andere Motorradfahrer. Ganz egal, zu welcher Tageszeit man unterwegs ist: Irgendjemand mit zwei Rädern steht meistens schon dort oder kommt kurz darauf angefahren.

Calimoto darf die Richtung bestimmen

Für diese Tour hatte ich bewusst darauf verzichtet, jeden einzelnen Streckenpunkt selbst festzulegen. Stattdessen durfte Calimoto die Rundfahrt weitgehend automatisch zusammenstellen.

Das Ergebnis war eine typische Überraschungstour: Einige Abschnitte waren bereits bekannt, andere wiederum überraschend kurvig und abwechslungsreich. Gerade diese Mischung machte die Fahrt interessant.

Natürlich sollte man bei automatisch berechneten Touren nicht erwarten, dass jede Straße ein motorradfahrerisches Highlight ist. Auch Calimoto schickt einen gelegentlich über weniger spannende Verbindungsstücke. Dafür entdeckt man im Gegenzug immer wieder kleine Nebenstraßen, auf die man bei einer klassischen Routenplanung wahrscheinlich gar nicht gekommen wäre.

Die App ist auf Motorradstrecken spezialisiert und bietet unter anderem verschiedene kurvige Routingprofile, einen Rundtourenplaner sowie eine anschließende Aufzeichnung der gefahrenen Strecke. Dadurch eignet sie sich besonders für Tage, an denen man einfach losfahren möchte, ohne vorher eine komplette Route auszuarbeiten.

Perfektes Wetter für eine entspannte Runde

Auch das Wetter spielte an diesem Tag mit. Gute Sicht, angenehme Temperaturen und trockene Straßen sorgten dafür, dass ich mich vollständig auf die Fahrt konzentrieren konnte.

Gerade im Norden ist das bekanntlich nicht selbstverständlich. Zwischen Sonnenschein, Wind und einem spontanen Regenschauer liegen hier manchmal nur wenige Kilometer. Umso besser, wenn eine Tour einmal ohne Regenkombi und ohne ständigen Blick auf die nächste dunkle Wolke auskommt.

Bei solchen Bedingungen braucht es gar kein großes Reiseziel. Ein Motorrad, ein voller Tank und ein paar Stunden Zeit reichen vollkommen aus.

Nicht jede Tour braucht ein spektakuläres Ziel

Diese Ausfahrt hat wieder gezeigt, dass eine gute Motorradtour nicht zwangsläufig in die Berge oder über berühmte Passstraßen führen muss. Auch Schleswig-Holstein bietet schöne Strecken, interessante Kanalquerungen und genügend ruhige Landstraßen für einen entspannten Motorrausflug.

Entscheidend ist letztlich nicht, wie viele Sehenswürdigkeiten man abhakt oder wie spektakulär die Landschaft auf jedem einzelnen Kilometer ist. Entscheidend ist das Gefühl, unterwegs zu sein.

Einfach fahren, die Umgebung genießen und sich zwischendurch überraschen lassen – genau dafür sind solche Rundtouren ideal.

Mein Fazit zur Calimoto-Überraschungstour

Die rund 160 Kilometer lange Tour war eine gelungene Mischung aus bekannten Straßen, neuen Abschnitten, kleinen Fähren und typisch norddeutscher Landschaft.

Calimoto hat dabei nicht auf jedem Kilometer die ultimative Kurvenstrecke gefunden. Das wäre in Schleswig-Holstein vermutlich auch etwas zu viel verlangt. Die App hat aber eine abwechslungsreiche Runde zusammengestellt, bei der ich mich um die eigentliche Planung kaum kümmern musste.

Und genau das war an diesem Tag der große Vorteil: Route starten, Motorrad anlassen und einfach schauen, wohin die Reise geht.

Manchmal ist eben die beste Planung, nicht alles bis ins letzte Detail zu planen.

Die komplette Tour mit allen Eindrücken, Streckenabschnitten und Fährüberfahrten kannst Du Dir natürlich auch noch einmal in meinem YouTube-Video ansehen: https://youtu.be/MEMO25eyA84