Kawasaki Versys 1100 SE - Kurztest
Mehr Hubraum für die Kawasaki Versys 1100! Ich teste den Vierzylinder-Reisebomber auf Herz & Nieren. Alle Stärken und Schwächen im Check.
Der Vierzylinder-Reisebomber im Check
Moin Moin aus Kiel! Während die halbe Welt auf Zweizylinder-Boxer setzt und von Wüsten-Rallyes träumt, geht Kawasaki einen ganz eigenen Weg. Kein 21-Zoll-Vorderrad, sondern ein reinrassiger Vierzylinder-Reisebomber, der rein für den Asphalt gebaut ist.
Was taugt das Upgrade auf 1.100 Kubik für die Saison 2026, und wo schwächelt die Maschine? Ich habe das grüne Kraftpaket im schnellen Check für dich unter die Lupe genommen. Den kompletten Testbericht gibt es natürlich auch auf meinem YouTube-Kanal von Motorrad Touren Nord! In diesem Beitrag erfährst du alles, was du zum Fahrverhalten auf meinen Touren wissen musst.
Motor & Getriebe: Butterweicher Durchzug und Sahne-Fahrwerk
Das Herzstück ist gewachsen: Durch mehr Hub stieg der Hubraum auf 1.099 Kubik. Das bringt dir 135 Pferdestärken und 112 Newtonmeter Drehmoment auf die Straße. Die Laufkultur ist ein absoluter Traum! Du kannst im sechsten Gang mit schlanken 35 km/h ruckelfrei durch den Ort rollen, und am Ortsausgang zieht die Kiste butterweich ab.
Das Sechsgang-Getriebe ist perfekt abgestimmt: Die ersten vier Gänge sind kurz übersetzt für den knackigen Antritt, während Gang 5 und 6 als Overdrive die Drehzahl auf der Autobahn senken. Der Quickshifter schaltet ab 1.500 Touren extrem sauber. Dazu kommt das elektronische Showa Skyhook Fahrwerk, das die Dämpfung im Millisekundentakt regelt und Unebenheiten einfach komplett wegbügelt.
Wo viel Licht ist, ist auch Schatten: Drei Dinge, die im Alltag nerven
Auch ein genialer Tourer hat seine Macken. Diese drei Punkte sind mir im Test aufgefallen:
- Vibrationen: Ab 6.000 Touren kriechen hochfrequente, feine Schwingungen in Lenker und Rasten. Auf langen Autobahnetappen werden da schnell mal die Hände taub.
- Veraltetes Cockpit: Das TFT-Display wirkt wie aus dem Museum. Die Menüführung lenkt ab, eine echte Kartennavigation fehlt trotz Bluetooth völlig.
- Zubehör-Qualität: Die USB-C-Dose am Lenker wirkt wie eine billige Bastellösung von Temu, sie klappert und die Gummidichtung schließt ungenau. Auch der Regler der Griffheizung neigt zum Verdrehen.
Die Konkurrenz im direkten Vergleich
Mit 259 Kilo fahrfertig ist die Versys ein absolutes Schwergewicht, verbraucht aber zahme 5,6 Liter. Wie sieht es links und rechts aus? Eine BMW R 1300 GS bietet brutalere 149 Nm bei nur 237 Kilo. Suchst du sportlichere Vierzylinder, liefern die Suzuki GSX-S 1000 GX (152 PS) oder die BMW S 1000 XR (170 PS) deutlich mehr Qualm. Beide wiegen knapp 30 Kilo weniger, schlucken aber auch spürbar mehr. Die Dreizylinder-Alternative Yamaha Tracer 9 GT ist mit ihren 223 Kilo dagegen das absolute Leichtgewicht im Feld.
Du merkst einfach: Die Versys ist der gemütliche Cruiser-König, kein Racer. Das spürst du auch ab Tempo 170 im Soziusbetrieb, wenn die Front leicht anfängt zu pendeln.
Fazit: Ein Traum für Vierzylinder-Fans
Die Kawasaki Versys 1100 ist ein grandioser Meilenfresser für alle, die hervorragende Laufkultur und fetten Windschutz über technischen Schnickschnack stellen. Mehr Infos zum Bike findest du direkt bei Kawasaki Deutschland.
Was meinst du zu dem Schwergewicht? Schreib mir deine Meinung unbedingt unten in die Kommentare! Und denk immer dran: Spiegel oben, Gummi unten! Tschüss!